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Dritte Option

Das Bundesverfassungsgericht hat mal wieder für einen Fortschritt im aktuellen politischen Prozess gesorgt. Aber anstatt wie sonst schon fast gewohnt, handelt es sich dieses Mal nicht um eine Entscheidung, die freiheitseinschränkende Gesetze bekämpft, sondern um ein Urteil, das auf lange Sicht zu mehr Freiheit und Toleranz für jeden in der Gesellschaft führen wird.

So wird nun die Einführung eines dritten Geschlechts für Menschen gefordert, die bei ihrer Geburt nicht eindeutig der Kategorie „männlich“ oder „weiblich“ zugeordnet werden können, sodass der Gesetzgeber nun die Aufgabe hat, eine weitere, dritte Kategorie im Geburtsregister einzuführen.

Dabei handelt es sich um einen wichtigen Schritt, was die Thematik der Geschlechterpolitik betrifft. Wir Jungen Piraten wünschen uns eine Welt, in der das Geschlecht eines Menschen nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Bis wir allerdings diesen Punkt erreichen, sollte jedem Menschen Toleranz und Respekt entgegengebracht werden, egal, mit welchem Geschlecht er sich identifiziert. Daher kann ein entsprechender Eintrag im Geburtsregister nur ein erster Schritt sein.

Was ist, wenn die Eltern sich dennoch dafür entscheiden, ihrem Kind eindeutig ein Geschlecht, sei es nun männlich oder weiblich, zuzuordnen? Was ist mit Kindern, die bereits einem Geschlecht zugeordnet wurden, sich aber nicht mit diesem identifzieren und mit dem Eintrag des dritten Geschlechts glücklicher wären?

Darüber hinaus ordnen sich Menschen, die nicht von Geburt an als intersexuell gelten, sich nicht unbedingt einem der binären Geschlecht zu. Warum sollen auch sie nicht die Möglichkeit eines dritten Geschlechts nutzen können?

Insofern kann eine weitere Kategorie im Geburtenregister nur der erste Schritt sein, damit jeder Mensch, egal, welches Geschlecht er nun hat, mit Respekt und Toleranz behandelt wird, sodass diese Thematik auch zum Beispiel im Schulunterricht besprochen werden muss.

Die Entwicklung darf auf Dauer nicht stehen bleiben, sondern muss weitergehen. Sobald alle Geschlechter wirkliche Gleichberechtigung erfahren, geht es den Staat nichts mehr an, welches Geschlecht seine Bürger nun haben. Alleine schon aus Gründen der Datensparsamkeit sollte dieses nicht mehr erfasst werden.

Daher auf, Richtung Zukunft, Toleranz und Respekt für alle Menschen, egal welchen Geschlechts!

Lea Laux

Lea Laux

Basis-JuPi (AG Social Media)

1 Kommentar zu “Dritte Option

  1. Besser wäre natürluch, die unsinnige Erfassung des Geschlechts in Ausweisdokumenten komplett abzuschaffen. Aber als Zwischenschritt ist das zu begrüßen 😉

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